Texte und Pressemitteilungen

 

Elfi Kreis

 
Expedition ins Insektenreich:
Dem Abenteuer des Unbekannten auf der Zeichenspur

Die Fähigkeit zu Staunen verbindet den Künstler und den Forscher. Der erste Konstrukteur, dem es gelang, einen Helikopter mit nur einem Rotor zu bauen, hieß Igor Sikorsky. In seiner Fabrik hing, schon von weitem lesbar, ein Schild: "Nach den anerkannten flugmechanischen Gesetzen kann die Hummel wegen ihrer Gestalt und ihres Gewichtes im Vergleich zur Flügelfläche nicht fliegen. Aber die Hummel weiß das nicht - und fliegt trotzdem". Der unerschöpfliche Erfindungsreichtum der Natur fasziniert nicht nur Ingenieure und Wissenschaftler.

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Dr. Melanie Franke
(Deutsche Guggenheim)

 

Metamorphosis insectorum

Mit dem belgischen Künstler Jan Fabre verbindet Ursula Goeb die Liebe zur Zeichnung als künstlerisches Ausdrucksmedium, mit dem sich beispielsweise "ein Insekt in einen Himmelskörper verwandeln ließe"; wie die Lieben zur Entomologie, zur Insektenwelt, zur Welt der Käfer. In der Kunst ist dies ein nicht allzu häufig betretenes Terrain, schließlich vermögen die Kerbtiere bei den meisten Unbehagen auszulösen.

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Michaela Nolte

 
Dem Kopf Flügel verleihen

In Zeiten, wo die Grenzen von Original und Kopie verschwimmen, nicht nur die Hand durch die Technik ersetzt wird, sondern längst auch die ‘Natur im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit’ (Gernot Böhme) angelangt ist, gibt sich die Malerin und Zeichnerin Ursula Goeb als Hand-Werkerin. In dem sie den Materialcharakter betont, in den Bildern gespachtelte Mischtechniken mit marmorartiger Transparenz oder einer dem Aquarell entlehnten Aleatorik korrespondieren, stellt uns die Künstlerin nicht vor figurative sondern vor haptische Realitäten. Als Gegenpol schwingt das Geistige mit, wenn uns die Köpfe, Insekten, Giraffen oder Käfer in organische Rhythmen oder naturnahe Räume führen, die außerhalb von Landschaft und Urbanität eine eigene Welt hervorbringen.

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Galerie Mönch
Pressemitteilung

 
Im Zentrum dieser Ausstellung steht die Zeichnung als unmittelbare Ausdrucksform, als direkter Weg vom Denken und Fühlen zum Handeln. Die Auswahl der drei Künstler unterstreicht diesen Gedanken, denn bei aller Unterschiedlichkeit ist ihnen ein Aspekt gemein: das Neben- und Miteinander von bewusster Gestaltung und zufälliger Gestalt, wo das aleatorische Moment bisweilen den Stift, die Hand oder die Schere führt.

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Dr. Melanie Franke
(Deutsche Guggenheim)

 

Pressemitteilung

 
Metamorphosis insectorum

Die Metamorphose gilt als Möglichkeit der Verwandlung. Der Künstler Jan Fabre, sah die Zeichnung befähigt, ein Insekt in einen "Himmelkörper" zu verwandeln. Nach dem Surrealisten André Breton vermag die Zeichnung "eine kostbare Substanz zu entspinnen". Und für den Künstler Willi Baumeister war es gar die Möglichkeit "Wunder" entstehen zu lassen.

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Brigitte Werneburg
(taz Berlin)

Pressemitteilung


 

kunstrundgang: Brigitte Werneburg schaut sich in den Galerien von Berlin um

... Sowenig exakt bestimmbar Beate Günthers und Hanns Zischlers Motive sind, so wenig exakt bestimmbar sind es auch die von Ursula Goeb, obwohl man sich jederzeit sicher ist, mal etwas wie eine Fledermaus oder das andere Mal eine Art Libelle zu erkennen. "Insekt", "Fühler" oder "Metamorphose" lauten auch die Titel ihrer neuesten, auf Papier collagierten, gemalten oder gezeichneten Arbeiten. Form und Farbe, ein dunkler Käferkörper vor einem orange flammenden Hintergrund, bilden einen schwebenden, tänzerischen Zusammenklang. Als Goebs Motiv lässt sich also das Flirren bestimmen, das uns bei Insekten sowohl ängstigt wie fasziniert.

taz Berlin lokal, 7. Juni 2006, Kommentar Brigitte Werneburg, Kolumne